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Francesco Petrarca

Arezzo 1304 - Argua 1374


Francesco Petrarca wird am 20. Juli 1304 in Arezzo geboren. 1310 folgt er seinem Vater, einem florentinischen Notar, der aus politischen Gründen verbannt worden war, zunächst nach Pisa, später nach Avignon. Dort erhält er Unterricht in Grammatik, Rhetorik und Dialektik. Schließlich nimmt er ein Studium der Rechtswissenschaften auf, welches er zeitweilig in Bologna und Montpellier fortsetzt, aber nicht beendet. Während seines Aufenthaltes in Montepellier erhält er einen Einblick in die Kunst des Troubadours, was sein Interesse für die römische Dichtung und die Literatur weckt und sein späteres Schaffen prägt.
1326 kehrt er nach Avignon zurück, wo er der verheirateten Madonna Laura zum ersten Mal begegnet. Sie wird bis zu ihrem Tod seine Inspirationsquelle sein. Er widmet ihr sein berühmtes Werk "Canzoniere", eine Gedichtsammlung, die von seiner unerfüllten Liebe zu ihr handelt. Mit dieser Form der Liebesdichtung übt Francesco Pertrarca so großen Einfluss auf die europäische Dichtung des Mittelalters aus, dass eine neue Stilform, die weit in die Neuzeit hinein fortlebt und den Minnesang abläst, nach ihm benannt wird: der Petrarkismus.
Nach Reisen durch Frankreich, Belgien, Deutschland und Italien, wo er seinen späteren Schülern Boccaccio und Cola di Rienzo begegnet, zieht er sich 1337 nach Vaucluse zurück. Hier widmet er sich für einige Jahre ausschließlich seiner Arbeit. Sein Werk stellt in der italienischen Literatur den Übergang von einer mittelalterlichen, Dante verpflichteten Tradition zu einer neuzeitlichen Literatur dar.
Hauptsächlich ist dies dem Einsatz von Italienisch als Lyriksprache zu verdanken. In seinen "Epistulae" kommt seine humanistische Einstellung zur Geltung. Auch die erste Naturschilderung in der europäischen Literatur taucht hier auf, die Schilderung des Aufstiegs auf den Mont Ventoux, von dem aus Francesco Petrarca die Umgebung beschreibt. Ein weiteres italienisches Werk ist die allegorisch-didaktische Dichtung "Trionfi", ein religiöses Werk, in dem seine humanistische Bildung zur vollen Entfaltung kommt. 1341 führt Rom die altrömische Tradition der Krönung des "poeta laurentis" wieder ein, um Francesco Petrarca angemessen zu ehren. 1353 geht er nach Mailand, um seine diplomatischen Fähigkeiten in den Dienst der Visconti zu stellen. 1362 hält er sich in Venedig auf.
1368 kehrt er zurück nach Argua, wo er am 18. Juli 1374 stirbt.


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